Herwig Reiter





[Der Komponist] [Zitate] [Werkverzeichnis] [Hörbeispiele]

Werkverzeichnis

Stand: 1. 1. 2009

Sonatine für Querflöte, Cello und Klavier (1994)
Musikzeit: ca.5 Minuten
UA 5.5.1995, Wien, Wohnung des Komponisten (S.Gelos, I.Wagner, H.Reiter)

Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Nietzsche (1995)
für Bariton (Mezzosopran), Violoncello und Klavier
"Nun da der Tag", "Die Krähen schrein", "Venedig", "Dem unbekannten Gotte", "Fünf Ohren"
Musikzeit ca. 22 Minuten
Erschienen im Musikverlag Alexander Mayer, Wien www.mvam.at
UA 5.5.1995, Wien, Wohnung des Komponisten (J.Prinz, I.Wagner, H.Reiter)

"Iba de gaunz oaman fraun"(1995)
Liederzyklus für Sopran und Instrumentalensemble
(Fl,Klar,Tr,Akk,Vl,Va,Vc,Kb,Schlz)
nach Texten von Christine Nöstlinger
"Nua ned drau rian", "Glane Greiss-Soi-Gedaunkn", "A Frau gibd au", "Wia geds da denn","Unmegliche Dram", "Olle Mauna", "I mog di"
Musikzeit: ca. 33 Minuten
UA: 2.3.1996, Wien, Wohnung des Komponisten (E.Flechl, Ensemble i.m.p.u.l.s.e. Ltg.H.Reiter), ORF-Produktion (Juni 1996, gleiche Besetzung)

Notenbeispiel: Beginn von Nr.5 (Hörbeispiel 2)

Fünf Liebesgedichte von Erich Fried (1995)
für gemischten Chor a capella
"Leilied bei Ungewinster", "Ohne dich", "Der Weg zu dir","Ungewiss", "Aber wieder".
Musikzeit: ca.14 Minuten
Erscheint 2007 im Musikverlag Alexander Mayer, Wien www.mvam.at
UA: Nr.2 am 8.5.1997 (Wr.Kammerchor, J.Prinz), Wien (Gr.Konzerthaussaal)
Nr.3 am 16.6.2000 (Chorus sine nomine, J.Hiemetsberger), Wien (Mozartsaal)
auf CD: "Anonymus XX", ORF, CD 278 (gleiche Besetzung)
Nr.4 am 18.3.98 (Wr.Kammerchor, J.Prinz), Wien (Brahmssaal)

"Sie sind Fremder" (1996)
Texte aus der Schubhaft für Mezzosopran, Bariton, gemischten Doppelchor und Schlagzeug
10 Sätze: Bescheid 1/ Flüchtling aus Zaire 1/ Schimpfwörter-Kanon/ Ruzit an Ahmed 1/ Ahmed an Ruzit/ Bescheid 2/ Ruzit an Ahmed 2/ Folterszene/ Flüchtling aus Zaire 2/ Motette ("Was ihr dem Geringsten meiner Brüder tut")
Musikzeit: ca.28 Minuten
UA: 9.3.1997 (A.Simonian, J.Leutgeb, Wr.Kammerchor/Ltg. J.Prinz, K.Teherani)
CD: Motette, "Neue Chormusik aus Österreich", ORF, CD 242 (Wr. Kammerchor)

Notenbeispiel: Beginn von Nr.1

"Mizuo kudasai" (1996)
Passacaglia für Sopran (oder Tenor) und Orchester
nach Worten des Atombombenopfers Tamiki Hara in japanischer Sprache
Fassungen (vom Komponisten) für a) kl.Orch., b) gr.Orch. und c) solistisches Streicherensemble, 2 Klaviere, Shakuhachi und Koto
Musikzeit: ca. 15 Minuten
UA: a) 20.9.1997, Akita (U.Fiedler, Junges Orchester Wien, Ltg. H.Reiter)
b) 23.8.1998, Plovdiv (Z.Maldjanska, Thracia Philharmonic, P.Richter)
c) 26.5.2001, Burgschlaining (L.Whiting, Solistenensemble, Klavierduo Kutrowatz, Ltg. H.Reiter)
Ein Mitschnitt (Konzert des Jungen Orchesters unter der Leitung des Komponisten in Tokio, Suntory Hall) wurde vom ORF (mehrfach) und von BBC gesendet.

Notenbeispiel: Beginn des Arioso aus "Mizuo kudasai" (Hörbeispiel 3)

Fünf Geschichten aus dem Sprachbastelbuch (1996)
für Kinder- bzw. Oberstimmenchor, Klavier (Keyboard), Kontrabass (E-Bass) und Schlagzeug
"Da fehlt etwas", "Das Nobnob", "Mit jedem redest du anders", "Liebesseufzer eines Walfischfräuleins", "Limericks".
Musikzeit: ca. 25 Minuten
Musikverlag Alexander Mayer, Wien www.mvam.at
UA: Nr. 1, 2, 3 und 4 am 24.1.2002, Wien, Musikuniversität, WebernKammerchor (Damen) der Musikuniversität, M.Hruby (Kl), H.Neugebauer (Kb), Ltg. A. Glaßner
1. Gesamtaufführung 24.5.2002, Wien, Amadeus Knabenchor, Ltg. P.Lang

Notenbeispiel: Beginn von Nr.1 (Hörbeispiel 4)

"Angesichts eines Endes" (1997)
6 Texte von Ingeborg Bachmann für 13.st.Chor oder Vokalensemble a capella
"Reklame," "Schatten-Rosen-Schatten," "Das erstgeborene Land," "Fall ab, Herz," "Es ist Feuer unter der Erde," "Freies Geleit"
Musikzeit: ca. 26 Minuten, sehr schwierig!
UA: Nr. 1 und 2 am 27.3.2000 Wien, Schubertsaal, Concentus vocalis, Ltg. H.Böck

Notenbeispiel: Aus dem Schlussteil von Nr. 5

"Die wunderliche Musik" (1998/99)
Kantate für Soli, Chor, Orgel und Kammerorchester
nach einem Text von Ingeborg Bachmann
komp. anlässlich des 40. Geburtstags von Johannes Prinz
Musikzeit: ca. 11 Minuten

Festival Music for Chiba (1999)
Fanfare-Marsch-Song für Jugendorchester, spielbar in 8 verschiedenen Versionen,
komponiert für das Chiba Girls' Highschool Orchestra (Japan)
Musikzeit von 10 Sekunden bis zu ca. 7'30"
UA: 17.11.2000 Chiba (Chiba Girls' Highschool Orchestra, Ltg. H.Reiter)
CD: CRC 2001.1 CCD 2162

Konzert für Violoncello und Orchester (1999-2001)
Gr.Orchester mit dreifach besetzten Bläsern, 5 Schlagzeugern, 1 Harfe, 2 Synthesizern und Cembalo, Soloinstrument und einzelne Instrumente werden teilweise verstärkt
Musikzeit: ca. 30 Minuten (einsätzig)
Auftragswerk des Wiener Jeunesse Orchesters
UA 13.8.2001, Berlin, Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Othmar Müller (Vc), Wr.Jeunesse Orchester, Dirigent: Herbert Böck

Notenbeispiel: charakteristische Partiturseite aus dem Cellokonzert (Hörbeispiel 6)

"Dark Bird of Night" (2001)
Blues-Variationen für Mundharmonika, Vibraphon und Harfe
Musikzeit: ca. 6 Minuten
UA Galerie Gaswerk, Schwabach/ Deutschland, 15.11.2002 (Chr.Schmitt, L.Kraus, W.Treiber)

„Sakura“
A Cappella-Arrangements eines bekannten japanischen Volksliedes für Oberstimmen (SSSAAA, Bestellnummer HCCS-5365) bzw. gemischten Chor (SAATTB, Bestellnummer  HCCS-5171).

Helbling Choral Concert Series (edited by Lorenz Maierhofer).

Pflichtchöre für das Bundesjugendsingen 2001
erschienen im Verlag Doblinger, Wien-München, 2001

Onkel Ede (Text: Bertolt Brecht, OCh oder MCh 2st. a cap., ca. 1.00, Bestellnummer. O 400)
Keine Gerechtigkeit (Erich Kästner, OCh oder MCh 3st. a cap., ca 1.40, Best.Nr. O 399)
Camping (Ernst Jandl, OCh oder MCh 3st. a cap., ca. 1.20, O 398)
Vater unser (OCh oder MCh 4st. a cap., ca. 3.20, O 397)
Vater unser (GemCh 5st. a cap., ca 3.20, G 841)
Bird of Night (Ernest Hemingway, gemCh 4st. mit Sopransolo ad lib., G 840)
Drohung (Hopi-Indianer, gemCh in 3 Gruppen, 8st., G 839)

Notenbeispiel: Aus "Bird of Night," Schlussteil (Hörbeispiel 5)

Messe für St. Augustin (2002) für Soli (S,A,T,B), gem. Chor und Kammerorchester (Fl, Ob, Cl, Fg, Cor, Tr, 2 Trb, Rgl, 5 Pk, Gong, Hf, 2 Vl, 2 Va, 2 Vc, 2 Kb, Orgel)
Kyrie-Gloria-Credo-Sanctus-Benedictus-Agnus Dei Musikzeit: ca. 40 Minuten
Erschienen im Musikverlag Alexander Mayer, Wien www.mvam.at
UA 24.4.2004/ Chor und Orchester von St.Augustin, Wien, Leitung: Alois Glaßner.

Notenbeispiel: Aus dem Schlussteil des "Gloria"

"Mandje, Mandje, Timpe Te" (2003).
Das Märchen vom Fischer und seiner Frau für zwei Klaviere und Erzähler, nach den Brüdern Grimm.
Musikzeit: ca.30 Minuten
UA: 21.5.2004, Klavierduo Eduard und Johannes Kutrowatz, Erzähler: Georg Kusztrich, klangfruehling Burg Schlaining

"Was es ist" (2004)
Etude für Chorleiter,
geschrieben als Pflichtstück für den Chordirigentenwettbewerb 2004 (Wien)
nach einem Text von Erich Fried
Musikzeit: ca.5'30"
Erschienen im Musikverlag Alexander Mayer, Wien www.mvam.at
UA: 29.9.2004 (Wien)
siehe Chorbuch, Band 1
ORF-CD 492 (chorus discantus unter Thomas Böttcher)

"Im Namen der Liebe" (1998-2001-2004)
44 Lieder für Bariton, Tasteninstrumente (Cemb, Klav, Harm, E-Piano) und Schlagzeug nach Texten von Peter Turrini, abendfüllender Liederzyklus
Musikzeit: ca. 70 Minuten
UA: 10.4.2005, Stadtsaal Waidhofen/Thaya (J.Leutgeb, M.Hruby, St.Gottfried, H.Reiter, I.Oberkanins)

Notenbeispiel: Einsatz der Singstimme in Nr. 24 (Hörbeispiel 7)

Chorbuch (1999 - 2004)
Sammlung von Chorwerken in 2 Bänden. Band 1 für Oberchor/ Männerchor, Band 2 für gemischten Chor, teils mit Instrumentalbegleitung (oder instrumentalen Solostimmen) nach hauptsächlich zeitgenössischen Texten.
Erschienen im Musikverlag Alexander Mayer/ Wien, www.mvam.at
Bestellung unter: Tel. +43-1-799.35.68 oder e-mail: office@mvam.at. Siehe auch Vorwort zum Chorbuch unter "Zitate".

Hinweis: Sämtliche Chorstücke der Chorbücher sind auf zwei ORF-CDs zu hören, erhältlich im ORF-Shop-Wien. ORF CD 392 enthält sämtliche Oberchorwerke (chorus discantus unter Anke Höing), ORF CD 492 sämtliche Werke für Männerchor und gemischten Chor, soweit sie nicht in Oberchorfassungen auf CD 392 dokumentiert sind. (Linzer Jeunesse Chor/ Wolfgang Mayrhofer, Concentus vocalis/Herbert Böck, Chorus Viennensis/ Michael Grohotolsky, chorus discantus/Thomas Böttcher) Die auf den CDs zu hörenden Interpretationen können als authentisch gelten, da der Komponist bei beiden CDs die Aufnahmeleitung innehatte.

Band 1
Werke für gleichstimmige Chöre

a) für Oberchor
b) für Oberchor oder Männerchor wahlweise
c) für Männerchor

a) für Oberchor

Verlagsnr. Besetzung
Bitte Betti (Nöstlinger) 04108 o a cap.
Calypso (Jandl) 04105 o a cap.(Schlz.impr.ad lib.)
Traumland (Fischer) 04079 o Vibr., Klav.
Fink und Frosch (Busch) 04106 o 3 Blfl., 2 Git.
Pinguine (Ringelnatz) 04077 o Klav.
Was es ist (Fried) 04033 o a cap.

b) für Oberchor oder Männerchor wahlweise

Verlagsnr. Besetzung
Freude (Kästner) 04076 gl 3 Trp., Pk
Misstrauensvotum (Kästner) 04075 gl 2 Git.
Inschrift (Fried) 04107 gl a cap.
Psalm (Bachmann) 04074 gl Vc.
Maßnahmen (Fried) 04103 gl Klarin., Klav., Schlz.
Das Nein (Turrini) 04102 gl Klav. vhdg. oder 2 E-Git.
Von der Freundlichkeit der Welt (Brecht) 04111 gl Klav.(Orgel)
Old Irish Blessing (Traditional) 04072 gl a cap.
Ave Maria 04073 gl a cap.
Schlummerlied (Ringelnatz) 04078 gl Klarin., Maracas
Privater Marsch (Jandl) 04104 gl a cap. (Schlz.impr.ad lib.)
Ottos Mops (Jandl) 050303 gl a cap.
A Thought (Rooney) 04101 gl Klav., Vibr., Perc.

c) für Männerchor

Verlagsnr. Besetzung
Wenn ich dereinst (Busch) 050501 m a cap.
vater komm erzähl vom krieg (Jandl) 050301 m 1 Perc.
Der Tantenmörder (Wedekind) 050304 m Klav.
Liebeslied (Rilke) 050305 m Akk.(Orgel)
Ich habe dich so lieb (Ringelnatz) 050302 m a cap.
Das Lied von der Hochseekuh (Ringelnatz) 050706 m Klav.

Band 2
Werke für gemischte Chöre

a) für gemischten Chor a cappella
b) für gemischten Chor und Instrumente

a) für gemischten Chor a cappella

Verlagsnr.
Inschrift (Fried) 04107 g
Es ist Nacht (Morgenstern) 050502 g
Wenn ich dereinst (Busch) 050501 g
Das kleine Alleluia 04071 g
Ave Maria 04073 g
Wettlauf (Ringelnatz) 050705 g
Wanderung im Frühlingsbeginn (Jandl) 050704 g
Calypso (Jandl) 04105 g Schlz.impr.ad lib.

b) für gemischten Chor und Instrumente

Verlagsnr. Besetzung
Komm, weißer Bruder (Noack) 04112 g Schlz. (ad lib.)
Von der Freundlichkeit der Welt (Brecht) 04111 g Klav.(Orgel)
Das Nein (Turrini) 04102 g Klav.vhdg. oder 2 E-Git.
Pinguine (Ringelnatz) 04077 g Klav.
Traumland (Fischer) 04079 g Vibr., Klav.
Psalm (Bachmann) 04074 g Vc.
Maßnahmen (Fried) 04103 g Klarin., Klav., Schlz.
Schlummerlied (Ringelnatz) 04078 g Klarin., Maracas
A Thought (Rooney) 04101 g Klav., Vibr., Perc.
Über die Liebe (Paulus) 04064 g Vl.
Entwicklung der Menschheit (Kästner) 050703 g Vl.,Vc.,Git.,Perc.

    Kommentare der Chorleiter:

    "Bei unseren internationalen Wettbewerbserfolgen in Belgien, Finnland, Dänemark und Wales immer wieder DER Publikumshit: Herwig Reiter - mit der Extraportion musikalischer Originellität und dem unvergleichlichen österreichischen Schmäh!"
    Maria Fürntratt (jugend.art.chor.graz)

    Herwig Reiter versteht es, wunderbaren Texten feingewebte Klanggewänder anzulegen, die beim Zuhören bewegen und beim Singen anspornen. Neue Chormusik aus Österreich, die Publikum UND Sänger berührt - wow! das gibt es wirklich!
    Johannes Hiemetsberger (Chorus sine nomine, Wien)

    Herwig Reiters Chorbuch bringt beste Voraussetzungen mit, ein neues Standardwerk der Chormusik zu werden: Die Stücke sind brilliant, überzeugen durch Prägnanz, musikalischen Ideenreichtum, und ihre klare, sangliche Tonsprache. Eine Fundgrube für Laienchöre und ambitionierte Ensembles gleichermaßen. Außerdem: Herwig Reiter hat einen untrüglichen Sinn für großartige Textvorlagen.
    Alois Glaßner (Salzburger Bachchor)

    Mit viel Witz und Einfühlungsvermögen und einem besonderen Gespür für Sprachrhythmus verleiht Herwig Reiter jedem seiner Chorstücke eine eigene "Persönlichkeit", einen ganz eigenen Charakter. Ernste geistliche Gesänge stehen da neben albernen Wortspielereien - und beides klingt aufrichtig und überzeugend. Immer wieder werden SängerInnen und Publikum mit Unerwartetem konfrontiert (Frauenchor und zwei E-Gitarren - wie soll das denn gehen?), und immer wieder machen diese Überraschungen ungeheuer Spaß. Diese Werke sind unbedingt allen Chören zu empfehlen, die sich an die klangschöne Moderne wagen wollen; speziell das Oberchorwerk allen Musiklehrern, Schulchorleitern und allen, die Jugendliche und Kinder auf lustige Weise und dennoch mit Niveau zum Musik-Hören und Musik-Machen verführen wollen.
    Anke Höing (Chorus discantus)

    Endlich wieder österreichische Chormusik für Jugendliche: sanglich, modern und aussagekräftig! Herwig Reiters "Bitte Betti" begeistert das Publikum immer wieder!
    Markus Obereder (Jugendreferent des Österr. Chorverbandes, Vokalensemble Juvenis)

    Mit Herwig Reiters "Privater Marsch" hat mein Musikhauptschulchor den Gunther-Erdmann-Preis in Halle an der Saale (2003) für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Chorwerkes gewonnen. Hier spürt man den Praktiker: moderne Tonsprache und trotzdem gut realisierbar. Die klanglich oft vielschichtigen Chorwerke verfehlen ihre Wirkung nicht. Zudem macht das Singen seiner Musik Spaß!
    Oskar Egle (Kammerchor Vocale Neuburg)

    Herwig Reiter legt mit diesem Chorbuch eine wertvolle Sammlung origineller Chorstücke vor. Mannigfaltige chorische Ausdrucksformen, raffinierter Klangsinn und subtile Wortdeutung gehen hierbei eine interessante Symbiose mit ernsten und heiteren Texten neuerer österreichischer Literatur ein. Das Unterfangen, nicht allzu schwierige Chorsätze zu schreiben, um diese einer breiteren Chorszene zugänglich zu machen, erweist den Komponisten als erfahrenen Chorpädagogen.
    Wolfgang Mayrhofer (Linzer Jeunessechor)

    Man erkennt seine Kompositionen: wohltuend eigenartig und einfallsreich, freudig singbar, absolut nicht anbiedernd und doch tonal, auf Chorleiter-Erfahrung gründend, durchsetzt mit köstlichen kleinen Herausforderungen für den ambitionierten Chor. Sie sind "echte Reiter".
    Johannes Prinz (Wiener Singverein, Wiener Kammerchor)

    Als ich vor vielen Jahren Ferdinand Großmann um einen guten Stimmbildner fragte, riet er mir spontan zu seinem Schüler Herwig Reiter ("er hat besonders gut verstanden, worauf es in der Stimmbildung ankommt?"). Unsere Wege trafen einander immer wieder, besonders beim Internationalen Chorwettbewerb in Spittal an der Drau, zu dem ich ihn immer wieder in die Jury einlud. Seit einigen Jahren ist er höchst erfolgreicher Vorsitzender in unserer Jury.

    Sein Werk "Über die Liebe", das wir uraufführten, sprang uns bei den Proben sofort an, denn es hat Spannungsfelder in der Textausdeutung, es ist bewegt und bewegend, und es hat auch den großen Klang. Und es ist für die Stimme geschrieben, was leider in unseren Breiten nicht oft anzutreffen ist. Es ist auch für "Amateure" erlernbar und singbar.

    Für mich ist "Über die Liebe" repräsentativ für dieses neue Chorbuch und wohl für das gesamte Chorwerk Herwig Reiters. Er kommt aus der Praxis, wo er den Sänger fordert und fördert und es ihm immer gelingt, die Menschen schon bei den Proben glücklich zu machen. Und deshalb ist dem neuen Chorbuch sicher ein großer Erfolg beschieden.
    Hellmuth Drewes (Singkreis Porcia)

Die Schwarze Spinne (2005)
Ballade für 2-4st.Männerchor, Bariton-Solo und Marimba (2 Spieler)
Text: Erich Kästner
Erschienen im Musikverlag Alexander Mayer, Wien (www.mvam.at)
Musikzeit: ca. 10 Minuten
UA in Oberchorfassung: jugend.art.chor.graz unter Maria Fürntratt, Chorolympiade Graz 2008.

"Tod auf dem Mond" (2006) Operelle nach einem Text von Antonio Fian,komponiert für das Operntheater "sirene".
Besetzung: Mann im Mond (Sprechrolle)
Echo (Sopran)
Köchin (Alt)
Astronaut (Tenor)
Galilei (Bass)
Querflöte (auch Piccolo und Melodica), Fagott, Horn in F, Posaune, Harfe, Violine, Violoncello, Kontrabass, Schlagzeug
Musikzeit: ca. 23 Minuten
UA: 2.3.2007, Tiroler Landestheater Innsbruck

Chorwerke für das Österreichische Bundesjugendsingen 2007

4 Arrangements zu "Happy Birthday" (2006)
1) für 2- bis 3st. Ober- oder Männerchor a cappella (sehr leicht)
2) für 3st. gemischten Chor a cappella (leicht)
3) für 3- bis 5st. Ober- oder Männerchor a cappella (leicht)
4) für 4st. gemischten Chor a cappella (leicht bis mittelschwer)

Der faule Edwin (2006)
Dramolett für Erzähler, Chor (in verschiedenen Formationen) und 4 Holzblasinstrumente (Flöte, Oboe/Englischhorn, Klarinette in B, Fagott) nach einem Text von Antonio Fian.
Darin enthalten sind folgende Chorstücke: "Hundeleben" (für 3st. gemischten Chor, leicht), "Die Ballade von den fleißigen Kühen" (für 2- bis 4st. Ober- oder Männerchor, leicht), "Turn around der Spinnen" (für 3st. Ober- oder Männerchor, leicht), "Leichte Beute" (für 4st. gemischten Chor, leicht bis mittelschwer)
Musikzeit: etwa 15 Minuten
Musikverlag Alexander Mayer, Wien (www.mvam.at)

"Today is our Day" (2006)
Intrada für 3st.Kinderchor (S-Mz-A) und 5 Blechbläser (2 Trp.,Horn in F, Pos., Tb) nach einem Text von Dr.Seuss
Musikzeit: 3 Minuten
Musikverlag Alexander Mayer, Wien (www.mvam.at)
UA: 2.5.2007, Halle (zur Eröffnung des Kinderchorfestivals)

"Stella by Starlight" (2006)
Arrangement des Jazzstandards für 4st. gemischten Chor a cappella
Musikzeit: ca. 1.40

"Rosetta tanzt" (2006)
für Sopran, Gitarrenensemble (10-12 SpielerInnen) und Kastagnetten nach einem Text von Georg Büchner (aus "Leonce und Lena")
Musikzeit: ca. 5 Minuten

„Campiello“ (2007)
Opera buffa in 2 Akten, Text: Peter Turrini (nach Goldoni). 11 Gesangssolisten, mittleres Orchester (35 SpielerInnen). Geplante UA: Februar 2010, Neue Oper Wien, Dirigent: Walter Kobéra.
Personen:

Zorzetto lyrischer Mezzosopran (Hosenrolle)
Lucietta lyrischer Koloratursopran
Gnese Koloratursoubrette
Orsola tiefer Alt (zumeist im Brustregister)
Catte Spielalt oder Altmezzo
Gasparina lyrischer Sopran
Pasqua Spielalt oder Altmezzo
Cavaliere lyrischer Bariton
Anzoletto lyrischer Tenor
Sansuga tiefer Bass
Fabrizio Charakterbariton

 Orchester:

2 Flöten (auch Piccolo und ad.lib.Altflöte)
2 Oboen (2. auch Englischhorn)
2 Klarinetten
2 Fagotte
Alt-Saxophon
2 Hörner in F
2 Trompeten in B (beide auch kleine Trompete in D)
2 Tenorbass-Posaunen

Mandoline
Tenor-Hackbrett
Gitarre
Harfe
Cembalo

Schlagzeug (2 Spieler) Glockenspiel
  Marimbaphon
  4 Pauken
  Kleine Trommel
  Große Trommel
  Triangel
  Maracas
  Kastagnetten
  Bongos
  2 Congas
  Guiro
   
Streicher  4 Violinen
  3 Violen
  3 Violoncelli
  2 Kontrabässe

 Vorwort des Komponisten:

Eine Komödie lebt von der Satire. Diese wird naturgemäß am besten verstanden, wenn sie sich auf das Hier und Heute bezieht. Goldoni legte es bei seinen Komödien, zu denen „Campiello“ zählt, darauf an, die Moral der höheren und niederen Schichten seiner Zeit anhand von typischen Charakteren bloßzustellen und wurde mit all seinen Pointen im Venedig des 18. Jahrhunderts gut verstanden. Denn wenn das Publikum bei „Campiello“ über den theaterverliebten Zorzetto, die naive Gnese, die kupplerischen Mütter, die nach dem Adelssstand gierende Gasparina, den verlotterten Cavaliere oder den unbarmherzigen Schröpfer Fabrizio lachte, lachte es in Wirklichkeit über sich selbst und über die eigenen Fehler.

Das Verdienst Peter Turrinis ist es, die literarisch fulminante Vorlage Goldonis in die Sprache und Gedankenwelt unserer Zeit übertragen zu haben. Dabei entstand im Grunde ein neues Stück mit veränderter Aussage. Die menschlichen Schwächen der „niederen“ Schicht scheinen bei Turrini nicht mehr so ausschließlich in üblen Charakterzügen, sondern vor allem in ihren Lebensumständen und sozialen Umfeldern zu wurzeln. In seinem Spott schwingt auch Hochachtung vor Überlebensstrategien und Witz seiner Gestalten mit. Und zumindest am Schluss der Komödie merkt man auch seine Sympathie für die „reifere“ Liebe älterer Menschen.

Analog zur Vorgangsweise Turrinis habe ich etwas Ähnliches mit der alten Nummernoper versucht: Ich habe die Trennung von rezitativischen und ariosen Teilen wieder zu Ehren kommen lassen, in den Dialogen Sprechtempo vorgesehen, für die Arien echte Melodien komponiert und es in der Musik, wie in der opera buffa seit altersher Brauch, auf dankbare Rollen für die elf Protagonisten angelegt. Aber es ging mir, so wie Turrini, nicht um ein Spiel mit historischen Motiven oder eine Wiederaufnahme der historischen Form, sondern darum, was man in der heutigen musikalischen Situation daraus entwickeln kann.

Um die Wortverständlichkeit zu erhöhen, habe ich die Instrumentation über lange Strecken des Werks kammermusikalisch gehalten. Auch die Streicherbesetzung ist so dünn, dass niemals ein Klangbrei entstehen kann. Die vielen Solostellen für alle Arten von Instrumenten, die den Singstimmen bei den Arien als Tröster oder Widerpart zur Seite stehen, sollen einerseits den Lust- und Spannungsfaktor für die betroffenen Solisten im Orchester erhöhen, erklären sich aber vor allem aus meiner Neigung zur Mehrschichtigkeit. Ich finde es reizvoll, dass in der Musik ausdrucksmäßig Verschiedenes nebeneinander laufen kann, ohne sich zu stören. Es erinnert mich an die soziale Utopie einer Gesellschaft, die rassische, bildungsmäßige (oder auch nur individuelle) Verschiedenartigkeit toleriert und fördert.

Durch die Zuordnung von bestimmten Instrumenten, harmonischen Wendungen und charakteristischen Motiven an die jeweiligen Darsteller wollte ich das Burleske der Komödie bzw. das Pointenfeuerwerk Turrinis einfangen. Die besondere kompositorische Herausforderung für mich war, dass es durch dieses Konzept zu zahllosen musikalischen Übergängen kommt. Der bunte Wechsel zwischen rezitativischen und ariosen Momenten in den Dialogen kommt durch die weitgehend originalgetreue Umsetzung des Schauspieltextes zustande. Um dem emotionalen Element mehr Raum zu geben, habe ich dort, wo der Text dazu Gelegenheit bot, anstatt des Sprechgesangs zum Arioso gegriffen - und mich dadurch letztlich doch ziemlich weit von der historischen Nummernoper entfernt.

Im Gegensatz zu vielen zeitgenössischen Opern reicht bei „Campiello“ der Bezug zwischen Musik und Text bzw. Musik und Szene bis in kleine illustrative oder klangsymbolische Details hinein. Ich habe das in der Partitur vermerkt und gebe mich der stillen Hoffnung hin, dass mögliche Inszenierungen daran nicht ganz vorbeigehen werden. Auch zwischen den Abschnitten der Oper habe ich versucht, Bezüge herzustellen und sogar weit auseinander liegende Teile miteinander gedanklich zu verbinden: So haben die eröffnenden Ariettas, in denen besungen wird, was sich die einzelnen Personen als am Wichtigsten für eine Ehe vorstellen, eine allen gemeinsame Begleitung, zu der dann jeweils eine neue Gesangsstimme und ein anderes Soloinstrument treten. Auch die Liebespaare tauschen im Verlauf des Werks gelegentlich Instrumente und Begleitung aus. Der Cavaliere singt zur Musik Gasparinas, wenn er diese verspottet, Fabrizio wiederum zitiert die Musik des Cavaliere, wenn er diesen dazu bringt, die ungeliebte Gasparina zu heiraten, usw. - Die Bezüge, in die „Campiello“ eingespannt ist, haben darüber hinaus noch eine biografische Dimension, indem Zitate aus anderen Werken von mir, die inhaltlich mit Passagen aus dem „Campiello“ zu tun haben, vorkommen: z.B. der Beginn des Cellosolos aus meinem Cellokonzert oder die Zwiesprache haltenden Tänze aus dem „Märchen vom Fischer und seiner Frau“, denen ich in der Oper die Texte der Liebespaare bei Hochzeit und Verlobung unterlegt habe, oder der resignierende Schluß aus meinen Liedern „iba de gaunz oaman fraun“, bei dem sich eine Frau in ähnlicher Weise in ihr Schicksal ergibt, wie Catte und Pasqua am Ende der Oper.

Für die Charakterisierung des Arme-Leute-Milieus habe ich in „Campiello“ einige jener Mittel eingesetzt, die in der akademischen Musiktheorie im Allgemeinen verpönt sind: Klang als Illustration, oftmalige Sequenz und eine nahezu konsequent verwendete Parallelharmonik. Alle diese Mittel scheinen mir nicht prinzipiell verwerflich, sondern, bei reflektiertem Gebrauch, intelligent einsetzbar und ausbaufähig. Auch die Anklänge an den frühen Jazz, der in eben diesem Arme-Leute-Milieu entstanden ist, sind in diesem Zusammenhang zu sehen.

Um der opera buffa den Schwung einer Operette zu verleihen, habe ich historische und neuere Tänzen einbezogen, oft in einer Mischung aus beiden, was sich in den Titeln „Polka alla Calypso“, „Menuett alla English Waltz“, „Tarantella alla Boogie“ ausdrückt. Und wie bei der Operette bilden Tanzelemente manchmal den musikalischen Untergrund von Arien oder Ensembles, so die Walzerbegleitung im Duett zwischen Pasqua und Orsola, der Saltarello in der Arie des Cavaliere oder die Bourrée, die unter dem streitenden und keifenden Ensemble liegt.

Noch eine Bemerkung zum Stil: Die Musiksprache des „Campiello“ hat sich von dem, was heute unter zeitgemäß verstanden wird, sehr weit entfernt. Das hängt zum Teil mit dem Sujet der Komödie zusammen. Der wahre Grund ist aber, dass mich meine persönliche Entwicklung von der radikalen Moderne, etwa der graphischen Musik eines Logothetis, bis zu einer Ausdrucksweise geführt hat, die alle Möglichkeiten von Skalen, von aushörbaren Akkorden und nachvollziehbaren melodischen Wendungen nutzt, aber die Schwelle der verstandes- und gefühlsmäßigen Erfassbarkeit für den Zuhörer und die Gegebenheiten von Stimme und Instrument respektiert. Ich gebe aus meiner derzeitigen Sicht der tonalen Musik viel mehr Chancen als der meiner Meinung nach bereits verbrauchten nicht-tonalen, deren Grenzen sich in der Ähnlichkeit der hervorgebrachten Werke zeigen. Ich bemühe mich redlich, innerhalb eines sehr weit gefassten Tonalitätsbegriffs Neuland zu beschreiten, und glaube, dass es auf diesem Gebiet noch viel zu entdecken gibt. Die Suche nach einer persönlichen, unverwechselbaren Schreibweise, bei der jedes neue Werk ein „Unikat“ sein soll, ist mir wichtiger geworden als die Rücksichtnahme auf gängige stilistische Vorstellungen und Vorurteile.

„Über die Liebe“
Variationen für Violine solo (2008)

12 Variationen, Praeludium und Chaconne über das Thema des Geigensolos aus dem gleichnamigen Chorwerk (siehe Chorbuch).
Musikzeit: etwa 15 Minuten

Acht Balladen für Gesang und Klavier (2008)

Zwei Worte Conrad Ferdinand Meyer (7’)
Legende über Lilja Sarah Kirsch (6’)
Ballade vom Brennnesselbusch Börries von Münchhausen (11’)
Legende vom toten Soldaten Bertolt Brecht   (10’)
Donna Clara Heinrich Heine (9’)
Von der Kindesmörderin Marie Farrar Bertolt Brecht   (11’)
Ballade von der Sehnsucht Peter Turrini (6’)
Die Nixen  Heinrich Heine (3’)

Die Stücke können sowohl einzeln als auch im Zyklus (als vollständiger Liederabend) gesungen werden.  3 Ausgaben (hoch-mittel-tief) sind beim Komponisten zu beziehen.

UA „Legende über Lilja“  25.2.2009, Alte Schmiede, Wien, Nina Plangg (Sopran), Gernot Schedlberger (Klavier).

„Kemo“ (2008)

Ballade über das Schicksal eines afrikanischen Buben für Soli, gemischten Chor, Kinderchor (ad lib.) und Instrumente nach einem Text von Kristine Tornquist.

Musikzeit:ca. 21 Minuten.

Arrangements zu drei deutschen Volksliedern (2009)

Stille Nacht, heilige Nacht (2’)
Heidenröslein (3’)
Vogelhochzeit (4’)

Enthalten im Chorbuch „Loreley“ (Oberstimmen) des Carus Verlages, Stuttgart.

 

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